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Liquiditätsberatung für den Mittelstand

Liquidität entscheidet, ob ein Unternehmen handlungsfähig bleibt. Sie hängt weniger vom Gewinn ab als davon, wie schnell Geld hereinkommt und wie langsam es abfließt.

Gewinn und Liquidität sind zwei verschiedene Dinge

Ein Betrieb kann einen Jahresgewinn von 80.000 Euro ausweisen und trotzdem im Februar die Löhne nicht zahlen können. Der Gewinn steht in der Erfolgsrechnung, das Geld steckt aber in unbezahlten Kundenrechnungen, im Lager und in angefangenen Arbeiten.

Diese Unterscheidung ist der Ausgangspunkt jeder Liquiditätsberatung. Wer sie nicht macht, sucht die Ursache an der falschen Stelle.

Woran es typischerweise liegt

Zu lange Debitorenlaufzeit. Zwischen Leistung und Zahlungseingang vergehen 40, 50 oder mehr Tage. Jeder Tag bindet Geld, das dem Betrieb fehlt.

Zu hoher Lagerbestand. Material, das eingekauft, aber nicht verbaut oder verkauft ist, ist gebundenes Kapital. Häufig liegt dort mehr, als der Betrieb vermutet.

Ungenutzte Zahlungsziele auf der Einkaufsseite. Wer Lieferantenrechnungen sofort begleicht, obwohl 30 Tage vereinbart sind, verschenkt Spielraum.

Fehlende Vorschau. Ohne Planung fällt ein Engpass erst auf, wenn er da ist. Dann bleiben nur teure Lösungen.

Wie wir vorgehen

  1. Messen. Wir berechnen Debitoren- und Kreditorenlaufzeit, Lagerreichweite und daraus den Geldumschlag: wie viele Tage Ihr Kapital gebunden ist, bevor es zurückkommt.
  2. Vergleichen. Diese Werte setzen wir gegen branchenübliche Größen. Daraus ergibt sich, wo der größte Hebel liegt.
  3. Umsetzen. Mahnwesen ordnen, Zahlungsziele neu verhandeln, Abschlagsrechnungen einführen, Lagerbestände abbauen. Meist reichen zwei bis drei Maßnahmen für einen spürbaren Effekt.
  4. Planen. Zum Schluss steht eine rollierende Vorschau über 13 Wochen, mit der Sie Engpässe zwei Monate im Voraus sehen.

Was das bringt

Ein Rechenbeispiel: Bei 600.000 Euro Jahresumsatz und einer Verkürzung der Debitorenlaufzeit von 45 auf 30 Tage bleiben rund 25.000 Euro dauerhaft im Betrieb. Ohne einen zusätzlichen Auftrag, ohne Kredit und ohne Preiserhöhung.

Häufige Fragen

Ist das nicht Aufgabe meiner Bank?

Die Bank stellt Kredite bereit, das kostet Zinsen. Wir setzen zuerst dort an, wo eigenes Geld im Betrieb gebunden ist. Erst wenn das ausgeschöpft ist, wird Fremdkapital zum Thema.

Wir haben schon ein Mahnwesen. Bringt das trotzdem etwas?

Meistens ja. Entscheidend ist nicht, ob es ein Mahnwesen gibt, sondern ob es konsequent und zu festen Zeitpunkten läuft. Genau daran scheitert es im Alltag häufig.

Wie schnell wirken die Maßnahmen?

Ein geordnetes Mahnwesen und schnellere Rechnungsstellung wirken innerhalb weniger Wochen. Lagerabbau und neu verhandelte Zahlungsziele brauchen ein bis zwei Quartale.

Verschlechtert das mein Verhältnis zu Kunden?

Nach unserer Erfahrung nicht. Verlässliche Abläufe werden im Geschäftsverkehr als professionell wahrgenommen. Problematisch wird es eher, wenn Betriebe unregelmäßig und dann plötzlich hart mahnen.

Sprechen wir darüber

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir in 30 Minuten, ob und wie wir Ihrem Unternehmen helfen können. Unverbindlich und vertraulich.

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